SVB bricht in Hälfte zwei ein

SV Baindt – TSV Eschach 2:5 (2:1)

Zum ersten Heimspiel der Saison gastierte der TSV Eschach auf der Baindter Klosterwiese, wobei der SVB durch den 4:0-Auftaktsieg der Eschacher direkt auf den ersten Tabellenersten der Bezirksliga traf. Weiterhin personell gebeutelt schickte das Trainergespann Weiland und Caltabiano fast die identische Mannschaft wie in der Vorwoche auf den Platz – lediglich Geggier ersetzte Gündogdu.

Und auch fast identisch wie in der Vorwoche startete die Baindter Mannschaft furios in die Partie und schnürte die Eschacher zu Beginn in der eigenen Hälfte ein. Mit vier Scorern und viel Selbstvertrauen im Gepäck hatte Fischer bereits nach zwei Minuten die große Chance auf die Führung, scheiterte aber an Keeper Strobel. Dafür setzte er etwa zehn Minuten später Krauter mit der Hacke sehenswert in Szene, wobei Krauters Hereingabe zu Fink am zweiten Pfosten durchrutschte. Strobel blockte dessen ersten Versuch noch, der Rebound drückte der wiedergenesene Baindter Torjäger dann aber entscheidend über die Linie (13.). Während der SVB es in dieser Phase verpasste das 2:0 nachzulegen, hatte der TSV auf der Gegenseite das Glück auf seiner Seite. Ein hoher Ball hinter die Kette verteidigte der Gastgeber schlecht, wodurch Odenbach den agilen Bröhm nur noch mit einem Foul zu stoppen wusste. D. Sprenger übernahm den fälligen Strafstoß, rutschte bei der Ausführung jedoch weg und bugsierte die Kugel eindeutig mit einem Doppelkontakt über die Linie. Seit dieser Saison hätte der Elfmeter einfach ohne Umschweife wiederholt werden können, doch der Schiedsrichter war wohl bei der neuen Regelschulung Kreide holen und entschied auf Tor – 1:1 (20.) Dennoch zeigte sich der SVB von diesem bitteren Ausgleich zunächst unbeeindruckt und konterte nur sechs Minuten später. Ein tiefer hoher Ball von M. Szeibel wurde von Keeper Strobel unterschätzt, wodurch Fischer den etwas ungenauen Ball noch erreichen und am Eschacher Schlussmann vorbeispitzeln konnte. Dieser brachte Baindts Nummer 7 zu Fall, wodurch es erneut Elfmeter gab. M. Szeibel verwandelte souverän wie nach diversen Kaltgetränken beim Wolpertswender Elfmeterturnier und stellte auf 2:1 (26.). In der Folge blieb der SVB tonangebend, wobei Thoma nach einem Standard das verdiente 3:1 verpasste, als er den Ball aus kurzer Distanz nicht mehr an Strobel vorbei ins Tor nicken konnte. Auf der Gegenseite parierte jedoch auch Odenbach kurz vor der Pause nochmals stark, wodurch es beim knappen 2:1 blieb.

Die große Chance diese Führung auszubauen bot sich nach Wiederanpfiff umgehend Linksaußen Fischer, er scheiterte jedoch aus kurzer Distanz am Kopf von Strobel. Im Anschluss an diese große Möglichkeit war das Baindter Spiel aber wie abgerissen: einfache Ballverluste, kaum längere Ballstafetten und zu große Abstände zwischen den Ketten. Die Gäste wurden von Minute zu Minute tonangebender und kamen schlussendlich nicht unverdient zum Ausgleich – nach einem langen Ball umkurvte Bröhm Odenbach und schob zum 2:2 ein (57.). Das Team von Weiland & Caltabiano kam in dieser Phase kaum noch zur Entlastung und fing sich durchaus absehbar das 2:3 durch Schmid (73.) und das 2:4 durch Ungemach (78.). Den Schlusspunkt setzte ein bitteres Eigentor von Hosse, der beim Klärungsversuch die Kugel unglücklich ins eigene Tor bugsierte (89.).

Durch eine schwache zweite Halbzeit erhält der überzeugende Baindter Auftaktsieg einen herben Dämpfer. Besser machen kann es die Mannschaft allerdings bereits am Donnerstagabend beim Aufsteiger aus Friedrichshafen, bevor der spielfreie Sonntag ansteht.

SV Baindt: Conner Odenbach, Tobias Szeibel (74. Henry Hosse), Marc Bolgert, Philipp Thoma, Marko Szeibel, Nico Geggier, Jan Fischer, Mika Dantona, Sandro Caltabiano (74. Lukas Walser), David Krauter, Tobias Fink (56. Übeydullah Gündogdu) – Trainer: Sandro Caltabiano, Rolf Weiland
Tore: 1:0 Tobias Fink (13.), 1:1 David Sprenger (20. Foulelfmeter), 2:1 Marko Szeibel (26. Foulelfmeter), 2:2 Max Bröhm (57.), 2:3 Simon Schmid (73.), 2:4 Pascal Ungemach (78.), 2:5 Henry Hosse (89. Eigentor)

SV Baindt II – VfB Friedrichshafen II 1:1 (1:1)

Nach der letztjährigen Meisterschaft in der Kreisliga B stand für die „Zwoite“ nach einer intensiven Vorbereitung mit Höhen und Tiefen das erste Spiel in der Kreisliga A an. Im Auftaktduell traf der SVB auf die zweite Mannschaft des VfB Friedrichshafen.

An der Seitenlinie des SV Baindt 2 hatten heute die Trainertalente „Schulle“ und Frank Senger (eher Fitnesscoach) das Sagen, da sich Chefcoach Timo Geggier im Urlaub befand.

In den ersten Minuten tasteten sich beide Mannschaften ab. Der SVB agierte dabei mit etwas Respekt vor der neuen Liga und den neuen Gegnern – und das nutzten die Gäste früh aus: Ein weiter Ball von Kuzella über die Abwehrreihe erreichte Musso, der das Spielgerät über den herausstürmenden Torwart Walser ins Netz lupfte – das frühe 0:1 (8.).

Dieses Gegentor wirkte für die Elf von Timo Geggier, der die Partie womöglich weniger entspannt am Pool verfolgte, wie ein Wachruf. Nun waren die Baindter am Drücker und erspielten sich die ersten gefährlichen Szenen. In dieser Druckphase belohnte sich die Mannschaft, als Keppeler am Strafraumeck freigespielt wurde. Sein Schlenzer senkte sich traumhaft in den Winkel – 1:1 (15.).

Bis zur Pause wurde der SVB immer stärker, hatte die Häfler im Griff und ließ nach dem Gegentor keine nennenswerten Chancen mehr zu.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich dasselbe Bild: Der SVB presste hoch, zwang den Gegner zu Ballverlusten in der eigenen Hälfte und kam durch Topstürmer Schnez sowie die Mittelfeldmotoren Keppeler, Knisel und Brugger zu Großchancen. Doch der überfällige Führungstreffer wollte nicht fallen. Auch nach Standards blieb es brandgefährlich, aber immer war ein gegnerisches Bein dazwischen.

Als in der 63. Minute Schnez nach einer feinen Flanke von Schaffer aus fünf Metern knapp am Tor vorbeiköpfte – einen Ball, den er normalerweise im Schlaf versenkt –, schien es, als sei das Gehäuse wie vernagelt. Und tatsächlich: In den folgenden 10 bis 15 Minuten spielte sich die „Zwoite“ Chance um Chance heraus, ohne den Ball im Tor unterzubringen.

In der 85. Minute stellte dann eine kuriose Schiedsrichterentscheidung den Spielverlauf auf den Kopf: Nach einem Luftzweikampf blieb Keppeler am Boden liegen. Trotz der neuen Regelung zu Kopfverletzungen ließ der Unparteiische weiterspielen. Kapitän Späth wollte, dass der Ball ins Aus gespielt wird, und sagte dies auch zum Schiedsrichter. Doch statt Fairplay entschied dieser anders – und stellte den stets höflichen und bedachten Innenverteidiger mit der zweiten Gelben Karte vom Feld.

Nach einer fünfminütigen Verletzungspause schnupperten die Gäste noch am „Lucky Punch“, doch dank einer stabilen Abwehrleistung blieb es beim 1:1.

Mit diesem Unentschieden holt sich die „Zwoite“ den ersten Punkt in der neuen Liga, darf aber angesichts des hohen „x-Goal-Werts“ von 6,67 mit den vielen vergebenen Chancen hadern. Am kommenden Wochenende tritt die zweite Mannschaft um 15 Uhr beim Mitaufsteiger in Weissenau an.

SV Baindt II: Benjamin Walser, Sebastian Brenner (75. Niklas Hugger), Patrick Späth, Kai Kostka, Julian Keppeler (90. Lukas Grabherr), Manuel Brugger, Konstantin Knisel, Luca Bosch, Daniel Kronenberger, Jacob Schaffer, Johannes Schnez – Trainer: Frank Senger – Trainer: Daniel Schmidt
Tore: 0:1 Marcin Musso (8.), 1:1 Julian Keppeler (14.)
Gelb-Rot: Patrick Späth (86./SV Baindt II/)

Vorschau:

Donnerstag, 21.08

18.00 Uhr: FC Dostluk Friedrichshafen – SV Baindt

Sonntag, 24.08

15.00 Uhr: SV Weissenau – SV Baindt

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